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10.12.2014

Firma aus Eichsfeld gewinnt Thüringer Energiesparpreis

Das nächste Projekt ist bereits in der Planung: Die Firma KTB Transformatorenbau aus Dingelstädt denkt über eine Solaranlage auf dem Hallendach nach, mit der sie künftig einen Teil ihres Stromverbrauches decken will.

Firmenchef Heribert Wiederhold nahm am Mittwoch im Kongresszentrum der Erfurter Messe einen "Thüringer Energieeffizienzpreis" entgegen. Mit ihm würdige die Jury das Projekt des Unternehmens, nach Einsparmöglichkeiten für Energie zu suchen und diese dann konsequent umzusetzen, begründete Dieter Sell die Wahl.

Der Chef der Thüringer Energie- und Greentechagentur, die den Preis zum dritten Mal ausgeschrieben hatte, freute sich über die Rekordbewerberzahl. Insgesamt 23 Firmen und Einrichtungen hatten sich angemeldet. Aus ihnen ermittelte die fünfköpfige Jury zunächst sechs für den Preis Nominierte, aus deren Kreis die drei Preisträger hervorgingen.


"Die Projekte waren alle sehr gut, die Entscheidung knapp", versicherte Matthias Sturm von der Thüringer Energie AG, der ebenfalls der Jury angehört. Am Ende hätten die Komplexität der Vorhaben und der unternehmerische Mut der Bewerber für sich gesprochen.

Die ersten Überlegungen, den Energieverbrauch in einzelnen Unternehmensbereichen im Detail zu erfassen, seien eine Reaktion auf die stetigen Preissteigerungen gewesen, sagte KTB-Betriebsleiter Wiederhold.


"Dabei waren wir bei der ersten Auswertung völlig überrascht von der Tatsache, dass unsere Beleuchtungseinrichtung den größten Anteil am Energieverbrauch hat", berichtete Wiederhold. Diese Anlage wurde inzwischen komplett umgerüstet - unter anderem mit sparsameren und dimmbaren Leuchten und einer Tageslichtsteuerung.

In Kombination mit weiteren Maßnahmen, etwa dem Einbau von Hocheffizienzpumpen oder der Messung und Reduzierung von Druckluftverlusten, gelang es der Firma aus dem Eichsfeld, den Energieverbrauch um 38 Prozent zu reduzieren.


Über einen Energieeffizienzpreis freuten sich am Mittwoch auch Sven-Erik Hitzer und Ulrike Kaiser von der Leuchtenburg. Dabei sei eine Burg eigentlich das Gegenteil von Energieeffizienz, sagte Stiftungsvorstand Hitzer. In einem Projekt, gemeinsam mit der Fachhochschule Nordhausen, sei es gelungen, die Leuchtenburg energetisch und damit auch finanziell in den Griff zu bekommen.

Zu dem Vorhaben gehört unter anderem eine Biomassefeuerungsanlage, die mit Holzpellets oder Hackschnitzeln aus der Region betrieben wird. Preisträger ist auch die Stadt Schleiz. Bürgermeister
Juergen Klimpke nahm den Preis für die energetische Sanierung des denkmalgeschützten Reußischen Amtshauses und dessen Umbau zur Stadtbibliothek entgegen. Die Leserzahl habe sich seither verdoppelt, so Klimpke.

Bernd Jentsch / 13.11.14 / TA


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Wolfgang Hacke (links) und Heribert Wiederhold von der KTB Transformatorenbau GmbH freuen sich über die Verleihung des diesjährigen Thüringer Energie-Effizienzpreises. Foto: Sascha Fromm