Creative Innovation Summit ›Digital Bauhaus‹

Ka­ta­ly­sa­tor Krea­tiv­wirt­schaft: von der ›Old Eco­no­my‹ zur ›Crea­ti­ve Eco­no­my‹

In­ter­na­tio­na­le Kon­fe­renz in Wei­mar am 3. Juni 2013

Form und Funk­ti­on, tech­no­lo­gi­sche und krea­ti­ve In­no­va­tio­nen in idea­ler Ein­heit – im Jahr 1919 schu­fen die Grün­der des Bau­haus in Wei­mar das Kon­zept eines ex­em­pla­ri­schen Ver­bunds von krea­tiv-künst­le­ri­scher mit in­dus­tri­el­ler Pro­duk­ti­on. Da­mals gab es den Be­griff Krea­tiv­wirt­schaft für die prak­ti­sche Um­set­zung die­ser zur Lehre ge­wor­de­nen Uto­pie noch nicht. Heute sind Pro­duk­ti­on und Ver­wer­tung krea­tiv-schöp­fe­ri­scher Leis­tun­gen welt­weit an­er­kannt. Ma­cher und Schöp­fer un­ter­schied­lichs­ter krea­ti­ver Dis­zi­pli­nen sind zum Bei­spiel als Ge­stal­ter, Au­to­ren oder Ent­wick­ler Dienst­leis­ter für we­sent­li­che Wert­schöp­fungs­pro­zes­se. Quer durch alle Bran­chen sind sie an­er­kann­te Trei­ber für In­no­va­tio­nen und über­durch­schnitt­li­ches Wachs­tum.

Spe­zi­ell die fort­wäh­ren­den Neu­ent­wick­lun­gen in den di­gi­ta­len Tech­no­lo­gi­en wir­ken als enorm trans­for­ma­ti­ver Schub in der ›Old Eco­no­my‹ und stei­gern ste­tig den Be­darf an krea­ti­vem Input. Die viel­fäl­ti­gen An­wen­dungs­fel­der für die un­ter­neh­me­ri­sche Nut­zung krea­tiv­wirt­schaft­li­cher Leis­tun­gen er­wei­tern sich damit von Tag zu Tag. So un­ter­strei­chen sie den Stel­len­wert der Krea­tiv­wirt­schaft als einen wich­ti­gen Trä­ger und Trei­ber ge­samt­wirt­schaft­li­cher Wert­schöp­fung im di­gi­ta­len Zeit­al­ter und bauen ihn aus.

Hoch­ak­tu­el­le The­men­set­zung

Der Crea­ti­ve In­no­va­ti­on Sum­mit ver­sam­mel­te am 3. Juni 2013 Vor­den­ker und Pio­nie­re die­ses neuen Di­gi­tal Bau­haus in Wei­mar. In­spi­rie­ren­de Vor­trä­ge nam­haf­ter Ex­per­ten und leb­haf­te Po­di­ums­dis­kus­sio­nen er­fah­re­ner Grenz­gän­ger zwi­schen Krea­tiv­leis­tun­gen und In­dus­trie dis­ku­tier­ten Fra­gen nach den dar­aus re­sul­tie­ren­den Im­pli­ka­tio­nen für eine neue, wert­hal­ti­ge­re Un­ter­neh­mens- und Ar­beits­welt.

Und in ge­mein­sa­men Work­shops lo­te­ten die Kon­fe­renz­teil­neh­mer an­hand ak­tu­el­ler Bei­spie­le ganz kon­kret Hand­lungs­op­tio­nen für ihre ei­ge­nen Un­ter­neh­men aus, die sich aus der Ver­bin­dung krea­tiv­wirt­schaft­li­cher und tech­no­lo­gi­scher In­no­va­tio­nen er­ge­ben.

Hoch­ka­rä­ti­ge Keyno­te-Red­ner

Haupt­red­ner der Kon­fe­renz in eng­li­scher Spra­che mit deut­scher Si­mul­tan­über­set­zung waren Mi­cha­el Con­rad (Prä­si­dent der Ber­lin School of Crea­ti­ve Lea­dership, ehe­ma­li­ger Krea­tiv­di­rek­tor der le­gen­dä­ren Wer­be­agen­tur Leo Bur­nett World­wi­de Inc.), Je­re­my Rif­kin (ame­ri­ka­ni­scher Öko­nom und So­zio­lo­ge, Autor von u. a. Das Ende der Ar­beit und ihre Zu­kunft sowie Die drit­te in­dus­tri­el­le Re­vo­lu­ti­on: Die Zu­kunft der Wirt­schaft nach dem Atom­zeit­al­ter) und Gun­ter Dueck .

Pra­xis­re­le­van­te Work­shops und Show­ca­ses

Die Work­shops rich­te­ten sich an alle Kon­fe­renz­teil­neh­mer und wur­den zu den hoch­ak­tu­el­len in­ter­dis­zi­pli­nä­ren The­men In­dus­tri­al Apps, In­no­va­ti­ons­pro­ble­me lösen (mit Gun­ter Dueck) und der Web­b­le Tech­no­lo­gie ab­ge­hal­ten.

In aus­ge­wähl­ten Show­ca­ses zeig­ten Un­ter­neh­men und In­sti­tu­tio­nen ihre in Thü­rin­gen und welt­weit er­folg­rei­chen krea­tiv-tech­no­lo­gi­schen Pro­duk­te. Die Uni­ver­si­tät Er­furt er­öff­ne­te auf dem Crea­ti­ve In­no­va­ti­on Sum­mit den welt­weit ers­ten ›Web­b­le-Gip­fel‹. Eine Klang­in­stal­la­ti­on der Hoch­schu­le für Musik Franz Liszt Wei­mar mach­te das in­ter­na­tio­nal bahn­bre­chen­de und preis­ge­krön­te 3D So­und­sys­tem des Thü­rin­ger Un­ter­neh­mens IO­SO­NO er­leb­bar.
An den Crea­ti­ve In­no­va­ti­on Sum­mit schloß sich als wei­te­rer Hö­he­punkt der 10. Thü­rin­ger Ele­va­tor Pitch des Thü­rin­ger Netz­wer­kes für in­no­va­ti­ve Grün­dun­gen (Thü­rInG ) an. In­no­va­ti­ve Grün­dungs- und Wachs­tums­un­ter­neh­men prä­sen­tier­ten ihre Pro­jek­te in der ein­drucks­vol­len Ku­lis­se der his­to­ri­schen In­dus­trie­müh­le To­bia­s­ham­mer.